Teileorientierte Stücklisten mit Windchill

 In PLM

Von Zeichnungen zu teileorientierten Stücklisten

Viele Unternehmen der diskreten Fertigungsindustrie sind geplagt von rasant steigender Produktkomplexität, weil sie zu spät oder gar nicht ihren Produktentwicklungsprozess dafür optimieren. Produkte werden innovativer und enthalten neben immer mehr mechanischen und elektronischen Komponenten auch Software. Diese ganzen Komponenten müssen während und nach der Entwicklung geschickt verwaltet werden und Produktinformationen müssen für alle Beteiligten während des gesamten Produktlebenszyklus sichtbar sein.

Technische Zeichnungen gelten für die meisten Unternehmen noch immer als Eckpfeiler der Produktdefinition. Zu Zeiten simpler Produkte, war das auch durchaus sinnvoll, aber Produkte werden nun mal zunehmend komplexer. Zeichnungsbasierte Produktentwicklung ist heutzutage ein Klotz am Bein und Unternehmen müssen diese Einsicht gewinnen, bevor sie abgehängt werden. Mit Windchill können Sie auf einen teilezentrischen Ansatz umsteigen.

Nachteile der zeichnungsorientierten Produktentwicklung

Konstruktionszeichnungen enthalten alle Informationen über ein Produkt. Ist ein Produkt sehr komplex, ist es die Zeichnung natürlich auch. Andere Abteilungen benötigen die Informationen aus den Zeichnungen für die weitere Planung und die Durchführung nachgelagerter Aufgaben. Doch bevor Zeichnungen für das gesamte Unternehmen freigegeben werden, durchlaufen Sie zunächst eine Überprüfung.

Die den Zeichnungen entnommenen Informationen müssen in der Regel noch den Bedürfnissen der jeweiligen Abteilung angepasst und manuell in das jeweilige Verwaltungssystem eingetragen werden. Das raubt zusätzlich Zeit.

Der gesamte traditionelle Prozess des Erstellens, Prüfens und Genehmigens ist teilweise so träge, dass er die Organisation kurzzeitig zum Erliegen bringen kann.

  • Software- und Elektronikingenieure können ihre Anteile am Produkt erst entwerfen, wenn sie die Zeichnungen in eine realistische Darstellung des Komplettsystems umwandeln können.
  • Die Fertigung kann erst dann mit der Arbeit beginnen – beispielsweise mit der Konfiguration der Fertigungslinie und der Ausarbeitung von Arbeitsanweisungen –, wenn sie auf die technische Entwicklungsstückliste zugreifen kann.
  • Die Beschaffung kann keine bevorzugten Zulieferer und Komponenten ermitteln, um Mengenrabatte auszuhandeln.
  • Der Service kann keine Servicehandbücher erstellen, solange keine Servicestückliste auf Basis der Konstruktionszeichnung vorliegt.

Je höher die Produktkomplexität ist, desto mehr Zeit und Geld kostet Sie dieser Prozess. Jede wesentliche Änderung an der Baugruppe muss in die Zeichnung übertragen werden, wodurch sämtliche Prozesse wiederholt werden müssen.

Straffere Produktentwicklung mit teileorientiertem Ansatz

Ein teileorientierter Ansatz führt das gesamte Spektrum der Produktentwicklungsinformationen zusammen und ermöglicht Benutzern im Unternehmen den Zugriff auf die richtigen Informationen. Selbstverständlich bilden Teile die Grundlage für das Erstellen und Verwalten von Stücklisten. Das teileorientierte Sammeln aller produktbezogenen Informationen trägt darüber hinaus dazu bei, Informationen wie CAD-Zeichnungen, Visualisierungsobjekte, Dokumente, Änderungen, Anforderungen usw. in einer logischen Struktur anzuordnen. Dieses Geflecht von Beziehungen ermöglicht eine umfassende digitale Produktdefinition für das gesamte Unternehmen sowie einen besseren Zugriff auf und eine bessere Verfolgbarkeit von Informationen. Zu diesen Beziehungen gehören:

  • CAD: MCAD und ECAD können in Beziehung zu dem Teil gesetzt oder sogar als Grundlage für Teileinformationen genutzt werden
  • Visualisierungsobjekte: Benutzer können rasch auf eine geometrielose visuelle Produktdarstellung zugreifen und diese für Zusammenarbeit und Analyse nutzen
  • Attribute: Metadaten zur Beschreibung der Teileeigenschaften können Basis- und Klassifikationsattribute enthalten
  • Dokumente: Im Zusammenhang mit einem Teil kann eine Vielzahl von Dokumenten erzeugt werden, von Spezifikationen und Testinformationen bis hin zu Analyseergebnissen und Zuliefererinformationen
  • Änderungen: Die Änderungen im Verlauf der Reifung des Teils im Entwicklungszyklus sind verfolgbar
  • Ersatz: Alternativ- und Austauschteile sind Alternativen, die anstelle eines Teils verwendet werden können
  • Zuliefererteile: Von Anbietern und Herstellern erworbene Teile

Stellen Sie auf vollständige digitale Produktdefinition um

Der zeichnungsorientierte Ansatz hat Herstellern zwar über viele Generationen gute Dienste geleistet, behindert heute aber Bemühungen zur Optimierung des Produktentwicklungsprozesses. Glücklicherweise steht Ihrer Organisation nun eine Lösung für das teileorientierte Stücklistenmanagement zur Verfügung, die keinen der Nachteile des zeichnungsorientierten Prozesses aufweist und Ihnen die Möglichkeit gibt, eine digitale Produktdefinition zu erzeugen.

Holen Sie sich den Ratgeber mit ersten Schritten zu einer teileorientierten Stückliste, um für mehr Agilität, Qualitätszuwachs und Kostensenkung zu sorgen.

PTC eBook – Teileorientierte Stückliste

Raytheon nutzt teileorientierte Stücklisten seit 2017

Der 61.000-Mann-starke Rüstungs- und Elektronikkonzern Raytheon merkte, dass kleine Schritte eine große Wirkung erzielen können. Das Unternehmen wagte den Umstieg von CAD-Zeichnungen auf teileorientierte Stücklisten und stellte schnell fest, dass die Ingenieure deutlich produktiver arbeiteten. Die Einsparungen gingen in den Millionen-Bereich. Im Video stellt Michael Campbell das Unternehmen vor.

Quellen:
Ratgeber mit ersten Schritten zu einer teileorientierten Stückliste, 2017, PTC Inc.
https://www.ptc.com/de/windchill-blog/raytheon-journey-to-parts-bom

Ähnliche Posts
Telefon-Nr. 0800-NET4YOU

Rufen Sie uns an oder senden Sie uns Ihre Anfrage. Wir melden uns schnellstmöglich zurück.

Jon Hirschtick und Jim HeppelmannTech-Clarity-eBook – Wenn das PDM-System nicht mehr leistungsfähig ist