Das war die NETWorx 18 – Digitale Transformation erleben

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NETWorx 18 – Entscheider und Anwender erleben die
Digitale Transformation

Auf der diesjährigen NETWorx auf dem Campus der RWTH Aachen konnten sich unsere Teilnehmer auf ein mehr als dynamisches Programm freuen. Dieses Jahr war niemand lange an seinen Stuhl gefesselt:

  • Wettrennen mit den e.GO Karts der e.GO Mobile AG
  • Besichtigung des e.GO Showrooms: e.GO Life & e.GO Mover
  • Podiumsdiskussionen rund um das Thema Smart Connected Products, Services & Manufacturing
  • Führungen durch das European 4.0 Transformation Center: InnoLab, eLab & Demonstrationsfabrik
  • Technology-Hack & Strategy-Hack
  • Vorstellung der Technology- & Strategy-Ergebnisse bei der abschließenden Podiumsdiskussion

Rasantes Vorabendprogramm

Am Vorabend haben wir uns mit den Teilnehmern der NETWorx 18 an Stammtischen zu fachlichem Klönschnack zusammengefunden. Die e.GO Mobile AG hat uns vier e.GO Karts zur Verfügung gestellt, mit denen wir um die Wette gefahren sind. Der Elektroantrieb hat zwar unterstützt, aber wenn einen der Ehrgeiz packt, wird es natürlich trotzdem anstrengend. Damit unsere Teilnehmer bei Kräften bleiben, haben wir den Foodtruck „Lieblingsburger“ bestellt. Der Inhaber André Kirfel war persönlich vor Ort und hat uns mit super leckeren Burgern und frittierten Kartoffelköstlichkeiten versorgt.

Die Vorabendveranstaltung fand vor dem e.GO Showroom auf dem RWTH Aachen Campus statt, sodass unsere Teilnehmer gleichzeitig die Entstehungsgeschichte des e.GO Life und des e.GO Mover bestaunen konnten. Am Ende des Abends gab es für die drei schnellsten Kart-Fahrer mobile Lautsprecher. Alle anderen konnten sich über eine extravagante Parkscheibe freuen.

Digitale Transformation ist keine Option

Am Haupttag gab unser Master of Ceremony Percy Rahlf, Vorstand der NET AG system integration, den Auftakt zur NETWorx 18. Zusammen mit Markus Hannen, Vizepräsident von PTC, Dr. Rupert Deger, Geschäftsführer des E4TC und Jürgen Ludorf, Vorstand der NET AG system integration, diskutierte er über Strategien, wie Digitalisierung in Unternehmen risikoarm umzusetzen sei. Erste Prämisse hierbei: Agilität. Wenn Unternehmen nicht angemessen auf die Veränderungen im Markt reagieren, werden sie abgehängt. Es kommt oft genug vor, dass Projekte während ihrer Laufzeit abgewandelt werden, weil sich neue Einflüsse von außen ergeben.

Die Dinge verändern sich nachhaltig. Unternehmen verändern sich nachhaltig
– Markus Hannen, Vizepräsident von PTC

Smart Connected Products

Jürgen Ludorf beschrieb die Herausforderungen, die Smart Connected Products mit sich bringen, am Beispiel von Nike-Schuhen. Einst waren Nikes „nur“ ein Designprodukt. Wer diese Schuhe trug war, wie die Namensgeberin, ein Sieger, was vorrangig an den Marketing-Kampagnen mit erfolgreichen Sportlern, wie z. B. Michael Jordan, lag. Es lag aber auch an dem Slogan „Just do it“, den wir grob zu unserem Motto „Einfach mal machen“ übersetzen können. Mittlerweile reicht es aber nicht mehr aus nur einen schönen, angenehm zu tragenden Schuh zu entwickeln. Nike reagierte auf die neuen Anforderungen der Digitalisierung mit dem Nike+, einem Trainingsschuh, der Geschwindigkeit, Distanz, Zeit und Kalorienverbrauch über Sensoren erfasst.

Unternehmen haben die Herausforderung mehrere Aspekte in einem Produkt parallel fahren zu müssen.
– Jürgen Ludorf, Vorstand von NET AG system integration

Connected Services & Maintenance

Weiterhin sprach unser Podium über Connected Services & Maintenance. Die interessantesten Themen hierbei sind Predictive Maintenance und SLA-Verträge (Service-Level-Agreement). Mit ThingWorx Analytics kann z. B. ein Kaffeemaschinenhersteller seine Geräte auf der ganzen Welt auf einer Karte abbilden und deren Zustand überprüfen. Über das Dashboard sieht man, welche Maschinen beim Kunden im Einsatz und aktiv sind und wo Wartungsbedarf demnächst ansteht. Sogenannte Data Scientists können mit Analytics Vorhersagemodule erstellen und somit Ausfallwahrscheinlichkeiten ermitteln.

Daten sind das Öl von morgen und ThingWorx Analytics ist die Raffinerie.
– Percy Rahlf, Vorstand von NET AG system integration

Wenn es darum geht neue Geschäftsmodelle im Unternehmen einzuführen, sind Service-Level-Agreements eines der ersten Optionen an die Sie denken müssen. Sie treffen mit Ihrem Kunden eine vertragliche Vereinbarung für wiederkehrende Dienstleistungen. Im Vertrag werden Leistungsumfang, Reaktionszeit und Schnelligkeit festgehalten. ThingWorx Analytics ist hier das probate Mittel um solchen Verträgen gerecht zu werden, da Sie als Serviceanbieter genau voraussagen können, wann Maschinen an Leistung einbüßen.

Der Service-Mitarbeiter kommt schon am Freitag, wenn er weiß, dass am Samstag eine Maschine ausfallen wird.
– Markus Hannen, Vizepräsident von PTC

Smart Manufacturing

Der e.GO Life ist ein Paradebeispiel für ein einfaches Produkt, das durch kurze Arbeitswege und eine vernetzte Fertigungsstätte, rasant entwickelt wurde und schnell fertiggestellt werden kann. Hier schlägt Dr. Rupert Deger aber gleich die Brücke zu den Menschen, die das alles möglich gemacht haben. Eine Fabrik kann noch so smart und vernetzt sein, wenn die Menschen nicht mitziehen.

Das Thema Digitalisierung ist groß – das Thema Menschen ist größer.
– Dr. Rupert Deger, Geschäftsführer des European 4.0 Transformation Center

Man muss das Thema Digitalisierung in allen Ebenen des Unternehmens verständlich und greifbar machen. Zum Beispiel mit AR-Brillen: BAE systems setzt schon seit einiger Zeit Augmented-Reality-Brillen zur Schulung der Mitarbeiter ein und revolutioniert damit die Ausbildung.

Stationen der Digitalen Transformation im E4TC

Das European 4.0 Transformation Center ist ganz weit vorne, wenn es um die Umsetzung von Industrie 4.0 geht. Damit unsere Teilnehmer nicht nur eine Beschreibung des Ganzen bekommen, führten wir sie durch das InnoLab (Innovationslabor), das eLab (Elektromobilitätslabor) und durch die DFA (Demonstrationsfabrik) im Inneren des E4TC.

Augmented Reality und Predictive Maintenance im InnoLab

Bei der Führung durch das InnoLab des E4TC erlebten unsere Teilnehmer den Innovationsprozess für Smart Services. Lukas Schier und Yannick Filke von PTC zeigten ihnen Anomalieerkennung und Augmented Reality anhand eines Fließband-Roboters und anhand der FlowServe-Pumpe.

Ionen-Lithium-Batterien und Augmented Reality im eLab

Im eLab, dem Elektromobilitätslabor des E4TC, entdeckten unsere Teilnehmer dank Max-Ferdinand Stroh die Produktionsstruktur für die Fertigung von Lithium-Ionen-Batteriezellen. Außerdem lernten sie den ThingWorx Production Advisor kennen und erlebten live eine AR-Experience.

Die Geschichte des e.GO Life in der Demonstrationsfabrik

Die Führung durch die Demonstrationsfabrik des E4TC zeigte unseren Teilnehmern neue Produktions- und Fertigungskonzepte der Digitalisierung anhand des e.GO Life. Dr. Rupert Deger stellte uns die IT-Systeme der e.GO Mobile AG und deren Ausrichtung auf das Internet der Dinge vor. Das sogenannte Produktions-Framework ist in den Development Cycle, Production Cycle und den User Cycle unterteilt. Sie bilden die verschiedenen Phasen im Lebenszyklus des Unternehmens ab.

Der Technology-Hack

Unsere Anwender entwickelten selbst Apps mit dem Mash-Up-Builder von ThingWorx, simulierten eine Fertigungseinrichtung mit dem Sigma Tile, bildeten diese mit den ThingWorx Manufacturing Apps ab und erstellten eigene AR-Experiences. Der Technology-Hack auf der NETWorx 18 zeigte Anwendern, wie einfach es ist und wie schnell es geht, IoT-Anwendungen zu erstellen.

Marco Adams, welcher am Technology-Hack teilgenommen hat, war mit ThingWorx noch nicht vertraut. Nach dem ersten Teil kam er zu folgender Aussage:

„Im Technology-Hack habe ich festgestellt, dass es nichts geschenkt gibt. Um ein vorzeigbares Produkt zu haben, braucht man viel Arbeit im Hintergrund, aber es lohnt sich“

Trotzdem hat es ihm die Technologie ThingWorx angetan. Vor der Abschluss-Diskussion zog er folgendes Resümee:

Am Ende hatte ich Zeit den anderen Arbeitsgruppen über die Schulter zu schauen und konnte somit von jeder „Hack-Art“ etwas mitbekommen. Es war interessant, zu sehen, was die anderen Gruppen geschaffen haben. Ich konnte dort wertvolle Informationen sammeln.
– Marco Adams, Projektleiter bei TRACOE medical GmbH

Der Strategy-Hack

Beim Strategy-Hack betrachteten Geschäftsführer und Entscheider die Chancen und Risiken der Digitalen Transformation und hielten ihre Gedanken clusterartig fest.

Marco Adams, Teilnehmer des Technology-Hacks, ist mit seinem Kollegen Christian Wahnes angereist, der beim Strategy-Hack mitgemacht hat. Sie haben sich aufgeteilt, damit sich beide im Nachgang über die verschiedenen Handlungsfelder austauschen können.

Ich war überrascht, dass im Strategy-Hack bei allen World-Café-Stationen wenig über technische Inhalte diskutiert wurde. Das ist für mich ein klares Zeichen, dass es für die Machbarkeit keine grundlegenden technischen Hindernisse gibt. Durch die Bottom-Up vs. Top-Down-Betrachtung wurden alle Stakeholder berücksichtigt. Im Fokus des Austauschs waren eher die Unternehmensstrukturen und Prozessebenen. Unterm Strich hatte Management of Change, insbesondere People Change Management, den größten Diskussionsanteil.
– Christian Wahnes, Head of Development & Regulatory Affairs bei TRACOE medical GmbH

Die Abschluss-Podiumsdiskussion – Erkenntnisse der Technologen und Strategen

Bei der Abschlussdiskussion wurde zunächst eines der Ergebnisse aus dem Technology-Hack vorgestellt: Mit dem ThingWorx Asset Advisor waren die Teilnehmer in der Lage in nur 2 x 90 Minuten eine einsatzfähige Industrie-4.0-Lösung fertigzustellen. Zu Demonstrationszwecken konnte das Publikum in Echtzeit sehen, wie Sensordaten des Sigma Tiles an die ThingWorx Plattform gesendet wurden.

Als nächstes wurden von Percy Rahlf, Christian Geyer, Michael Gärtner und Jürgen Ludorf die Ergebnisse des Strategy-Hacks vorgetragen.

  • Top-Down vs. Bottom-Up: „Durch die Entstehung von digital transformierten Inseln wird Potential nicht ausgeschöpft.“ – Christian Geyer, Head of Management Consulting
  • Änderungen in der Organisation: „In bestehenden Organisationsstrukturen verliert die Digitalisierung an Stellenwert“ – Jürgen Ludorf, Vorstand
  • Hürden für das Weiterkommen: „Ohne Sponsorship und Umsetzungsplan kommt die Digitalisierung zum Erliegen“ – Michael Gärtner, Vertriebsdirektor
  • Chancen und Risiken der Digitalen Transformation: „Marktchancen entgehen aus Angst vor Risiken und Veränderung“ – Percy Rahlf, Vorstand

Zu guter Letzt haben sich Markus Hannen, Dr. Rupert Deger, Jürgen Ludorf und Percy Rahlf zu einer letzten Podiumsdiskussion zusammengefunden, um die Erkenntnisse des Tages zusammenzufassen.

Die Konklusion

Eines ist klar: Wir müssen bereit sein anders zu denken und Dinge hinter uns zu lassen, von denen wir glauben zu wissen, wie sie funktionieren. Denn oftmals funktionieren Dinge nicht so, wie wir es uns wünschen und wir wissen nicht warum. Wir müssen akzeptieren, dass die digitale Welt mittlerweile Bestandteil unserer Welt ist. Noch trennen wir diese Welten voneinander, so wie wir immer noch Abteilungen eines Unternehmens voneinander trennen.

Wir müssen agiler sein, noch besser zusammenarbeiten, indem wir Wissenssilos aufbrechen, und müssen uns darüber im Klaren sein, dass wir nur dann unser Unternehmen nachhaltig transformieren können, wenn wir neue Wege einschlagen und neues ausprobieren.

NETWorx 19 – Das Rad der Digitalisierung dreht sich immer weiter

Unsere Teilnehmer waren auf jeden Fall begeistert, wie die folgenden Zitate zeigen. Wir fragten sie: Was hat Ihnen besonders gut gefallen?

  • „Netter ungezwungener Umgang. Praxisbezogene Beispiele.“
  • „Die moderne und dynamische Art der ganzen Veranstaltung.“
  • „Workshop-Charakter, machen statt nur zuhören.“

Lassen Sie sich die nächste NETWorx im Jahr 2019 nicht entgehen. Diese wird wie immer kurz nach der PTC LiveWorx in Boston stattfinden, damit wir Ihnen die neuesten Erkenntnisse aus der digitalen Produktentwicklung servieren können, solange sie noch warm sind. Wir freuen uns auf Sie!

Nehmen Sie Ihre Digitalisierung selbst in die Hand – Überwinden Sie die Hemmnisse beim Schritt in Richtung Industrie 4.0 mit unseren Events.

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