Eigenständig zum Digital Twin in nur 2 Tagen

 In AR, IoT, News

Zwei Tage Hackathon um einen Digital Twin zu erstellen

Am 23. & 24. Mai 2019 haben sich 20 Studenten und Berufseinsteiger an der HAW Hamburg beim HAW Forum für einen Hackathon versammelt, um in Kooperation mit NET und dem unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Schelberg einen Digital Twin mit ThingWorx und Vuforia zu erstellen. Der Showcase für die Veranstaltung war die HAWWER-Rail, eine Modelleisenbahn in Spurweite N, die an der HAW als transparente Plattform für vielfältige Aufgabenstellungen in der Steuerungstechnik, der Logistik, der Konstruktion, und natürlich für IoT & AR dient. Durch den modularen Aufbau der Bahn konnten die Studenten technische Einzelaufgaben bearbeiten und das Zusammenwirken mehrerer Teilsysteme verstehen und gestalten.

HAW Hackathon – Zum Digital Twin in nur 2 Tagen
Analog trifft Digital – die HAWWER-Rail

Warum ein Hackathon und kein wöchentliches Seminar?

Die Erfahrung zeigte, dass ein komprimiertes Format in Form eines 2-tägigen Hackathons schnellere und bessere Lernerfolge erzielt und einfach mehr Spaß bringt.

Wir haben IoT/AR gemeinsam mit NET bereits in den vergangenen Jahren als Thema in der Mastervorlesung „Virtual Product Development“ behandelt. Eine der wesentlichen Erkenntnisse daraus war, dass der normale Stundenplan mit Vorlesungen und Übungen im 90min-Takt dafür suboptimal ist. Die einzelnen Einheiten sind zu kurz, um genügend Stoff zu vermitteln und vor allem praktisch zu üben. Es braucht zu viel Zeit, um jede Woche den letzten Stand zu rekapitulieren und zielgerichtet weiterarbeiten zu können. Das parallele Selbststudium stößt an enge technische und organisatorische Grenzen. Im Ergebnis dauert es zu lang, bis das Erfolgserlebnis eintritt und das Lernziel erreicht wird. Mein Ansatz war daher, das Thema komprimiert und mit einem hohen Spaßfaktor zu adressieren: Der Hackathon ist bewusst ein Setup außerhalb des normalen Stundenplans.
– Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Schelberg

Das Wettbewerbselement, so Schelberg, wurde durch die Aufteilung in Teams und die Teilnehmer eines Firmenteams sogar verstärkt. Auf diese Weise wollen die Studenten besser abschneiden und schneller ans Ziel kommen.

Visionen für die Bildung und die Kompetenzentwicklung zukünftiger Arbeitnehmer

Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Schelberg sieht für die Zukunft, dass sich die bisherigen produktzentrierten Geschäftsmodelle im Maschinenbau zu einem „Digital Engineering komplexer Produkt-Service-Systeme“ weiterentwickeln werden. Themen wie Closed-Loop-Engineering, Digital Twin, AR und vor allem Service Engineering werden einen viel höheren Stellenwert in den Unternehmen bekommen. Die Prozesse und Werkzeuge in der Produktentwicklung werden sich rasant weiterentwickeln. Es ist daher Aufgabe der Hochschulen, den zukünftigen Absolventen adäquate Qualifikationen und Fähigkeiten zu vermitteln, damit sie diesen Wandel nicht nur reaktiv umsetzen, sondern aktiv mitgestalten können. Er selbst war, bis zu seinem Wechsel 2014 an die HAW Hamburg, viele Jahre international als Consultant im Bereich digitale Produktentwicklung tätig und hat eine Reihe von Unternehmen auf diesem Weg begleitet.

Seit vielen Jahrzehnten gibt es eine breite Übereinkunft, was das Grundlagenwissen eines Maschinenbauingenieurs ausmacht: Fächer wie Mathematik, Mechanik oder Konstruktion sind seit jeher das Fundament der Ingenieursausbildung im Maschinenbau. Darauf aufbauend hat es über die Jahre regelmäßig technologische Entwicklungen gegeben, die Einzug in das Maschinenbaustudium gefunden haben. Genannt sei beispielhaft die Automatisierungstechnik in den 80er Jahren, bei denen sich Maschinenbauer plötzlich mit Programmieren auseinandersetzen mussten. Mit der Blickrichtung Digitalisierung haben wir daher das Bachelorstudium des Maschinenbaus an der HAW Hamburg grundlegend neugestaltet. Ab dem kommenden Wintersemester 2019/2020 kann man sich für die neue Studienrichtung „Digital Engineering“ bewerben. Mit den drei Schwerpunkten „Micro Mobility“, „Robotik und KI“, sowie „Digital Service Engineering“ decken wir drei wichtige Elemente der Digitalisierung ab. Dies nicht nur im theoretischen Sinne, sondern auch in der praktischen Anwendung. Ein einjähriges, interdisziplinäres Entwicklungsprojekt soll die in Zukunft erforderlichen Schlüsselkompetenzen wie Teamfähigkeit, Flexibilität und vor allem Innovationsfähigkeit anhand einer praktischen Entwicklungsaufgabe vermitteln. Seitens der Industrie haben wir dazu bereits viele positive Rückmeldungen erhalten. Von daher denke ich, dass wir hier für die Zukunft gut aufgestellt sind und den Studierenden für sie wertvolle Kompetenzen vermitteln werden.
– Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Schelberg

Bei NET trifft man auf Zusammenarbeit zwischen Beratung, Akademie und Technologie

Wenn es darum geht, ganz vorne in der digitalen Produktentwicklung mitzumischen, sind wir die richtigen Ansprechpartner. Wir arbeiten mit Bachelor- und Master-Studenten zusammen, bilden Fachkräfte für die Digitalisierung aus, stellen Praktika für Werkstudenten bereit und bieten duale Studiengänge an. Bewirb dich initiativ bei NET, um in der digitalen Produktentwicklung auf dem neuesten Stand zu sein.

Die Mischung aus Teamwork, Frontalunterricht & Praxisarbeit schafft die ideale Lernatmosphäre.

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