Generatives Design durch künstliche Intelligenz

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Generatives Design – PTC übernimmt Frustum

PTC wächst immer weiter an: Erst kürzlich ging das Unternehmen aus Needham, Massachusetts eine strategische Partnerschaft mit ANSYS und Rockwell Automation ein. Durch die Partnerschaft mit ANSYS machte PTC einen großen Schritt nach vorne in der Simulation. Die Partnerschaft mit Rockwell Automation wiederum sorgte dafür, dass PTC im Bereich der Industrieautomatisierung brillieren kann. PTC geht aber noch einen Schritt weiter, denn sie haben erkannt, dass künstliche Intelligenz der nächste logische Schritt für Konstruktionsdesign ist. Verschiedenste Varianten eines Modellteils zu erarbeiten wird größtenteils manuell von Konstruktionsdesignern durchgeführt. Mithilfe künstlicher Intelligenz können Designoptionen automatisch erzeugt werden. Diese von Frustum etablierte Technologie nennt sich generatives Design oder generative Gestaltung und dessen Einbindung bzw. Übernahme kostete PTC 70 Mio. US-Dollar.

Was ist generatives Design?

Generatives Design beruht auf künstlicher Intelligenz (KI), also einem Algorithmus, der automatisch Designs anhand festgelegter Regeln erstellt. Bisher war der Computer nur ein Hilfsmittel, um die Ideen der Menschen umzusetzen. Nun gestaltet er aktiv mit und wird damit zu einem noch wertvolleren Mitarbeiter eines Konstruktionsunternehmens. Zudem kann ein Konstruktionsingenieur selbst den Algorithmus beeinflussen, indem er ihn mit Anforderungen füttert – und dafür braucht er durch die Technologie von Frustum nicht einmal Programmierkenntnisse. Solche Anforderungen können z. B. sein, dass das Modell so leicht wie möglich bei gleichbleibender Stabilität ist oder umgekehrt, dass eine größtmögliche Stabilität bei gleichbleibenden Materialkosten erzielt wird. Die KI braucht für die Erstellung solch eines Modellteils nur den Bruchteil der Zeit, die ein Konstruktionsingenieur für die manuelle Erstellung bräuchte.

Frustum Generatives Design
Demo von Frustum, wie durch generatives Design die Form eines Modellteils verändert wird. Quelle: https://www.frustum.com/

In der Kunst wird diese Art der Designentwicklung schon länger verwendet. So hat z. B. nutella generatives Design für sich genutzt, um eine enorme Anzahl an Etiketten zu entwickeln, damit jedes nutella-Glas individuell gestaltet ist.

Die Übernahme von Frustum

PTC möchte neue Maßstäbe für Innovation in der Produktentwicklung setzen und da Creo nach wie vor das Herzstück der Gesamtstrategie von PTC ist, gilt es eine Führungsposition in der Welt des Designs und der Simulation zu erlangen. Durch die Entwicklung und Integration bahnbrechender Technologien in Creo nimmt PTC eine wegweisende Rolle ein. Frustums Technologie trägt dazu bei, dass Designoptionen schneller entwickelt werden und somit Konstruktionsingenieure erheblich Zeit im Designprozess sparen.

Die Geschichte des PTC-Portfolios

PTC zeichnet sich schon lange dadurch aus, viele verschiedene Technologien für alle Phasen des Produktlebenszyklus zu vereinen. Mittlerweile ist PTC zu einem Allround-Software-Anbieter für Produktentwicklung herangewachsen und deckt alles von der Idee bis zum Einsatz eines Produkts und darüber hinaus ab.

Durch IoT können außerdem alle Bereiche miteinander verbunden werden. So besteht PTCs Technologieportfolio nicht aus Insellösungen, sondern aus Spezialbereichen, die bei Bedarf alle ineinander greifen können.

Inhalts- und Bilderquellen:
https://www.ptc.com/de/news/2018/ptc-acquires-frustum
https://www.ptc.com/en/about/history/frustum
https://www.frustum.com/

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