Tipps für die Auswahl der richtigen 3D-CAD-Software

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Tipps für die Auswahl der richtigen 3D-CAD-Software

Der Kauf eines CAD-Softwarepakets hat Vorteile gegenüber dem Erwerb einer CAD-Software mit reinen Kernfunktionalitäten und der nachträglichen Anschaffung einzelner Module und Erweiterungen. Aber wie finden Sie a) die richtige CAD-Software und b) das richtige CAD-Softwarepaket für Ihr Unternehmen? Diese Frage ist wichtiger, als Sie zunächst denken mögen. Gehen Sie bei der Auswahl eines Softwarepakets mit Bedacht vor. Ihr Unternehmen kann dadurch schlanker, innovativer und wettbewerbsfähiger werden. Ein planloses Vorgehen führt zu unnötigen Kosten, einer verlängerten Rollout-Phase und entgangenen Chancen.

5 Tipps für die richtige Auswahl einer CAD-Software

Tipp 1. Implementieren Sie Prozesse, keine Software

Die meisten Unternehmen machen beim Kauf von Konstruktions- und Entwicklungssoftware einen großen Fehler: Sie ignorieren deren übergeordnete Rolle bei der Produktentwicklung. Das CAD-System existiert nicht in einem Vakuum. Es gehört zu einem Entwicklungsprozess und dieser kann Angebote, Analysen, Datenmanagement, Fertigungssysteme usw. umfassen.

Konzentrieren Sie sich auf das Gesamtbild, nicht nur auf die CAD-Software. So können Sie die besten Kernprodukte und Funktionen für Ihren Entwicklungsprozess ermitteln.

Beispielsweise haben Unternehmen jeder Größe mit dem Management von Modellen, Zeichnungen und allen dazugehörigen Versionen zu kämpfen. Deshalb sollte jede CAD-Strategie auch PDM-Funktionen vorsehen. Wie sollen neu erstellte CAD-Dateien gespeichert, geändert, abgefragt und aktualisiert werden? Wann müssen Sie dieses System erweitern? Welche Risiken bestehen, wenn Sie vorerst auf eine Datenmanagementlösung verzichten? Ist die evaluierte CAD-Software mit Ihrer übergeordneten PDM-Strategie kompatibel?

Analysieren Sie, wie Sie Ihren Entwicklungsprozess optimieren können. Kaufen Sie dann den CAD-Softwareumfang, der am besten zu dieser Vision passt, nicht nur zu Ihren unmittelbaren CAD-Anforderungen. Diese Vorgehensweise führt zu Einsparungen und erheblich besseren Ergebnissen in der Produktentwicklung.

Tipp 2. Stellen Sie die richtigen Fragen

Die meisten Menschen haben beim Softwarekauf von vornherein bestimmte Auswahlkriterien im Kopf. Aber wie stellen Sie Ihre Auswahlkriterien zusammen? Und woher wissen Sie, ob Sie die richtigen Fragen stellen? Hier einige Tipps aus den Erfahrungen einiger besonders erfolgreicher Installationen:

Für kleinere Entwicklungsteams. Besorgen Sie sich bei Vertriebspartnern und Anbietern Einkaufsleitfäden, Kundenreferenzen und Best Practices-Richtlinien. In diesen Unterlagen sind oft Punkte aufgeführt, die Sie noch nicht berücksichtigt haben. Support? Skalierbarkeit? Sicherheit? Dateikonvertierung? Abwärtskompatibilität? Wichtige Fragen sind schnell vergessen, vor allem, wenn Sie ein dringendes Problem lösen müssen. Konzentrieren Sie sich daher auf die Verbesserung des Entwicklungsprozesses in den ersten 24 Monaten. So können Sie ein CAD-Software-Paket erwerben, das Ihre mittelfristigen Pläne optimal unterstützt.

Für größere Teams und Projekte. Ein Auswahlkomitee kann sicherstellen, dass die grundlegenden Anforderungen erfüllt werden. Darüber hinaus kann es später bei der Übernahme hilfreich sein. Das Komitee sollte sich folgendermaßen zusammensetzen:

  • Ein oder zwei Entscheider aus der technischen Entwicklung und der kaufmännischen Abteilung.
  • Experten für den Entwicklungsprozess aus der Konstruktion und Fertigung.
  • Ihre Finanzexperten, die die Rentabilität jedes Pakets ermitteln können oder anbieterseitige ROI-Betrachtungen.
  • Einen PLM/CAD-Experten für betriebliche Verbesserungen, den Sie häufig beim Softwareanbieter anfordern können. Dieser Berater sollte nachweislich über Erfahrung mit Kunden Ihrer Größe, aus Ihrer Industrie und mit Ihren Anforderungen verfügen. In komplexen Situationen ist der Experte für betriebliche Verbesserungen bei der Planung der Kosten und des zeitlichen Rahmens der Softwareimplementierung besonders hilfreich.
  • Experten für Legacy-Systeme kennen die gewünschten Entwicklungsprozesse, verstehen die aktuellen Prozesse und wissen, welche Konstruktionsdaten für das neue System und den neuen Prozess konvertiert werden müssen.

Tipp 3. Priorisieren Sie die Anforderungen

Das Priorisieren von Anforderungen erfolgt häufig aus dem Bauch heraus. Für größere Teams und Projekte gibt es allerdings einige Fallstricke zu beachten.

Für kleinere Entwicklungsteams. Priorisieren Sie Ihre Auswahlkriterien und ordnen Sie sie den Funktionen der einzelnen CAD-Software-Pakete des Anbieters zu.

Für größere Projekte. Das Sammeln von Anforderungen ist oft äußerst zeitintensiv und umfasst Hunderte oder gar Tausende von Anforderungen. Achten Sie daher auf Folgendes:

  • Kennzeichnen Sie obligatorische Prozesse und Funktionen eindeutig.
  • Berücksichtigen Sie Entwicklungsdaten aus Legacy-Systemen, die in der neuen CAD-Software verwendet werden sollen.

Tipp 4. Eliminieren Sie teure Ausnahmen

Während Sie die einzelnen Anforderungen priorisieren, sollten Sie nicht 80 % Ihrer Zeit für das eine Prozent Ihres Unternehmens aufzuwenden, das übermäßig komplex ist oder vor allem auf Ausnahmen beruht.

Ein CAD-Softwarepaket spart Ihnen Zeit, indem es Ausnahmeprozesse und individuelle Entwicklungsanforderungen standardisiert und eliminiert. Nutzen Sie die Zeit für die Planung, um teure Ausreißer zu eliminieren und Prozesse zu straffen, wo immer dies möglich ist.

Tipp 5. Machen Sie sich mit dem Zeitraum für die Implementierung vertraut

Viele Anbieter werben damit, dass sich ihr Paket besonders schnell implementieren lasse – und das mit gutem Grund – Zeit ist Geld. Je schneller eine CAD-Software von der Installation zum Rollout gelangt, umso kostengünstiger ist die Implementierung.

Machen Sie sich auch damit vertraut, was Sie vom Rollout zu erwarten haben. Viele Unternehmen haben sich bislang auf die Schätzungen der Anbieter verlassen, nur um sich dann mit steigenden Kosten und ständigen Terminverschiebungen für ein Go-Live konfrontiert zu sehen und sich zu wundern, was schiefgegangen ist. Hier einige Ideen für bessere Ergebnisse:

  • Ein Experte für betriebliche Verbesserungen (siehe Tipp 2) kann Ihnen bei der Planung der Kosten und des Zeitrahmens behilflich sein.
  • Erkunden Sie neue Technologien wie besonders schnell installierbare und bereitstellbare PDM-Software. Diese Lösungen sind ideal für kleine Unternehmen. Achten Sie aber darauf, dass sie sich skalieren lassen, damit Ihr Unternehmen in Zukunft ungehindert expandieren kann.

Zwar ist es in dieser Phase unmöglich, eine perfekte Zeitschätzung abzugeben, doch wenn von vornherein klar ist, dass die Implementierung einer Software sechs Monate länger dauert als die eines anderen, kann dies bei der Entscheidung für einen Anbieter oder einen anderen durchaus relevant sein.

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Quelle: http://de.creo.ptc.com/2014/04/21/tips-for-selecting-the-right-cad-bundle/

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